Politik

Weltärztepräsident Montgomery: Tyrannei der Ungeimpften und „kleine Richterlein“

Am Samstagabend, 25.12.2021 war Frank Ulrich Montgomery zu Gast bei Anne Will, wo er großmundig über eine Tyrannei der Ungeimpften sprach. Diese würden nun über das Leben der 70 Prozent, die bereits geimpft seien, bestimmen, indem sie den Staat zu ungeliebten Maßnahmen zwängen.

Am darauffolgenden Montag erntete Montgomery viel Kritik für seine Wortwahl, insbesondere von Norbert Walter-Borjans (SPD). Letzterer weigert sich, all die vielen Menschen, die Angst vor der Impfung haben, als Tyrannen zu bezeichnen. Ach?

Auch die AfD-Bundestagsfraktion war nicht amüsiert über Montgomerys Äußerungen. Der Gesundheitspolitiker Jörg Schneider drückte es so aus, dass die Wahrnehmung der verbrieften Entscheidungsfreiheit der Menschen nicht als Tyrannei bezeichnet werden dürfe.

Zudem zweifelt die AfD ohnehin am Sinn einer hohen Impfquote, denn Geimpfte stecken sich nachweislich an und verbreiten das Virus weiter. Ganz ähnlich äußerte sich übrigens auch die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. Schneider setzt jedenfalls auf die Eigenverantwortung der Menschen.

Dass in Deutschland rund zwei Drittel der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft sind, reicht nach Ansicht von Experten nicht für eine Herdenimmunität aus. Dennoch vertritt die CDU den Standpunkt, dass alle Impfskeptiker weiter motiviert werden sollten und ihnen niedrigschwellige Impfangebote gemacht werden sollten, so jedenfalls argumentierte der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Hennrich.

Dessen ungeachtet setzte Frank Ulrich Montgomery gleich noch einen drauf, indem er sich daran stößt, dass „kleine Richterlein“ mit ihren fragwürdigen Corona-Urteilen beispielsweise die 2G-Richtlinien im Einzelhandel kippen. Er ist klar dafür, dass in einer Pandemie Freiheitsrechte ungeachtet des „Freiheitsgesäusels der FDP“ hintenanstehen müssen.

Er könne nicht verstehen, fährt Montgomery fort, dass sich so ein Gericht anmaßt, wichtige Beschlüsse, die politische und wissenschaftliche Gremien mühsam erarbeitet haben, lediglich mit dem Verweis auf eine wie auch immer geartete Verhältnismäßigkeit zu verwerfen.

Selbstverständlich gäbe es Situationen im Leben, in denen es richtig ist, das Recht auf körperliche Gesundheit aller Menschen über irgendwelche Freiheitsrechte zu stellen. Und genau eine solche Situation läge im Moment vor.

Fazit

Ein „Weltärztepräsident“ der sich derart verachtend und undemokratisch äußert, hat in diesem Amt nichts zu suchen. Oder vielleicht doch? Hat eigentlich irgendjemand den Rücktritt dieser „Arztes“ gefordert?

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