Allgemein

Die „Kündigungsaffäre“ der Saskia Esken – schwere Vorwürfe gegen die SPD Vorsitzende

Weil sie Kontakt zum ehemaligen Vorsitzenden des Landeselternbeirates von Baden-Württemberg gehalten hat, wurde der Büroleiterin dieser Einrichtung Illoyalität vorgeworfen, ihr E-Mail-Account durchstöbert und der Frau schließlich gekündigt. Dies geschah im Frühjahr 2012 unter der Ägide von Saskia Esken in ihrer damaligen Eigenschaft als Vizevorsitzende jenes Landeselternbeirates.

Berichtet wurde über den Vorfall durch das ARD-Magazin Kontraste erst im Dezember 2019, als Saskia Esken bereits SPD-Vorsitzende war. Gleich mehrere Arbeitsrechtsexperten argumentierten in diesem Beitrag, dass der Vorgang rechtswidrig war, immerhin war die gekündigte Mitarbeiterin beim Land Baden-Württemberg angestellt und nicht durch das ehrenamtliche Gremium.

Die Durchsuchung ihres E-Mail-Accounts war sogar strafbar. Durch einen Vergleich konnte damals zumindest erreicht werden, dass die Dame eine Anstellung im Kultusministerium fand.

Esken ließ Kontraste dazu wissen:

Wir haben den Landeselternbeirat Baden-Württemberg als Vorstandsteam ab 2012 demokratisiert und zusammengeführt. Dass das nicht allen gefallen hat und wir dabei auch auf Widerstände gestoßen sind, versteht sich eigentlich von selbst.

Der spätere Vorstandschef des Elternbeirates, Carsten Rees, versuchte gegenüber der Stuttgarter Zeitung richtigzustellen, dass die gekündigte Mitarbeiterin interne E-Mails des Vorstands unerlaubt an den vorher ausgeschiedenen Vorstandschef Christian Bucksch sowie weitere Beiratsmitglieder versandt habe. Es ginge also darum, dass der Landeselternbeirat bespitzelt worden sei und nicht die ehemalige Büroleiterin.

Saskia Esken hatte jedenfalls ihre Erfahrungen als Vizechefin des Landeselternbeirats als besondere Qualifikation für die SPD-Spitze angeführt. Bucksch erinnert seinerseits daran, dass die Zerstrittenheit innerhalb der SPD und die große Zahl an Rücktritten erst mit dem Vorstand von Esken so richtig Fahrt aufnahmen.

Uwe Hück (SPD) war Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Porsche und sagte dazu, dass das Handeln von Saskia Esken nicht zur SPD passt, denn diese Partei versteht sich als „Schutzmacht der Arbeitnehmer“.

Dieser Beitrag wurde am 13.01.2022

Bitte teilen Sie diesen Beitrag

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.